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Workshop: Bottleneck Erkennung Prof. Dr. C. Roser

Workshop: Bottleneck Erkennung Prof. Dr. C. Roser
Autor:

Oliver Kwossek

Datum: 2018/11/08

Bericht

Der Workshop begann in aller früh morgens, weshalb es kein Wunder war in einen Kreis verschlafener und müder Gesichter zu blicken, welcher sich vor dem Gebäude SH an der Fachhochschule Karlsruhe versammelt hat. Nachdem nach und nach alle Teilnehmer sich pünktlich am Treffpunkt trafen (bis auf den Organisator des Workshops, aufgrund logistischer Probleme bei der Workshops-Verpflegungsbeschaffung, der erste Bottleneck(BN) des Tages) machte man sich auf die Suche nach Raum 022. Dies gestaltete sich schwieriger als erwartet, da Raum 022 gar nicht existierte. Kurzes Kombinieren und Entzifferns des Gebäudeplans lösten das Problem binnen kurzer Zeit und der Workshop konnte zwei Etagen höher in Raum 2.02 beginnen.

Prof. Dr. Christoph Roser stellte sich kurz vor, seinen Abschluss machte er in Deutschland, gefolgt von seiner Promotion in den USA an der University of Massachusetts. Danach ging es für ihn Anfang 2000 zu Toyota, wo er erste Ansätze für Bottleneck-Erkennung gab. Es folgten McKinnsey, Bosch und Keio Univesity, allesamt im Bereich Lean Management. Nebenbei betreibt er einen weltweit anerkannten und führenden Blog zum Thema Lean Management: allaboutlean.com und ist Autor des Buches: „Faster, Better, Cheaper“ in the History of Manufacturing.

Nach seiner kleinen Vorstellungen, forderte er uns auf unsere Erwartungen an den Workshops aufzuschreiben um später alle noch offenen Fragen zu klären.

Weiter ging es mit einer kleinen Einleitung über BN-Erkennung: Engpässe bestimmene die Geschwindigkeit und damit die Kapazität eines Systems. Wenn ich mehr Kapazität möchte, muss ich meinen BN verbessern. Jedes System besitzt mindestens einen BN und diese können wandern.

Nun konnte es ans Eingemachte gehen! Prof. Dr. Roser brachte zur Simulation eines Produktionssystems 3 Kindermurmelbahnen mit. Der Aufbau war ähnlich wie bei unserer Skytrain, die 3 Bahnen wurden hintereinander geschaltet und der Betreiber der Bahn durfte erst wieder eine neue Kugel in die Bahn legen, wenn das nachfolgende Lager leer war. Jeder Teilnehmer bekam einer Rolle zu gewiesen, vom Logistiker übern Zeitnehmer bis hin zum Betreiber der Murmelbahn. Um ein BN zu simulieren, liefen in der ersten von uns durchgeführten Simulation die ersten zwei Murmelbahnen schneller als die Letzte, wie zu erwarten entstand das BN bei dieser Station.

Prof. Dr.Roser war es hierbei sehr wichtig, dass man die Schuld für den BN nicht der Person, welche Bahn betriebt, sondern dem Prozess. Im Laufe des Workshops wies er uns darauf auch immer wieder hin und korrigierte uns auch immer, falls wir die Person und nicht den Prozess/Maschine „beschuldigten“. Dies war sehr gut, da jeder merkte, wie einfach es ist in der Praxis einen Mitarbeiter statt eine Maschine oder einen Prozess zu hinterfragen.

Nach einer kurzen Pause mit Salzbrezeln und Apfelschorle folgte die 2. Simulationsrunde, diesmal wurden bei der ersten und zweiten Murmelbahn eine Störung eingebaut. Zwar zeigten die Durschnittszeiten für diese Prozesse geringere Werte als Prozess 3 an, waren aber das wandernde Bottleneck. Eine ganz wichtige Erkenntnis ergab sich daraus: Niemals mit Durchschnitten rechnen!

Darauf folgte wieder ein kleiner Theorieteil mit von Pr. Dr.Roser entwickelten Methoden, um Bottlenecks zu erkennen. Die wichtigste war der BN-Walk, nachzulesen auf seinem Blog!

Auf Theorie folgt Praxis! Das Szenario war wie in der Zeiten Simulation, diesmal wendeten wir den BN-Walk an, um das wandere BN zu erkennen.

Der BN-Walk bewies sich als sehr einfaches und pragmatisches Tool zur Bottleneckerkennung und wird bestimmt bei einem der zukünftigen Werkstatteinsatz mal angewendet.

Abschließend besprachen wir Möglichkeiten, um erkannte BN´s zu managen und gegen diese vorzugehen. (Auslastung prüfen, Ausplanen, Entkoppel, Kapazitäten erhöhen, PDCA)

die Art und Weise wie Prof. Dr. Roser den Workshop hielt war super! Die Atmosphäre war sehr locker, wobei sein Humor einen sehr großen Anteil hatte. Alle Teilnehmer waren begeistert und sind jedem zukünftigen BN hoffentlich gewappnet.