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BerLEAN Week 2016

BerLEAN Week 2016
Datum: 2016/12/09

Bericht

 

Die LEAN Week ist ein einwöchiger Projekteinsatz der LEAN Hochschulgruppe mit dem Ziel Lean in der Praxis erfahrbar und anwendbar zu machen. Sie findet seit 2010 jährlich statt und begann mit einem Einsatz bei der Daimler AG in Untertürkheim.

 

Dieses Jahr ging die Reise nach Berlin zur PUK GmbH und Co. KG, einem mittelständischen Unternehmen, das durch - unter Elektrotechnikern bekannten - Pohlschellen „groß geworden“ ist und diese mittlerweile in vielen verschiedenen Varianten produziert. Neben diesen befinden sich Unterflursysteme und Unterkonstruktionen für Photovoltaikanlagen im Produktportfolio.

 

Vom 05.12. bis zum 09.12.2016 machten sich 12 Mitglieder der Hochschulgruppe auf den langen Weg nach Berlin. Der erste Tag begann pünktlich um 8:30 Uhr mit einer Begrüßung der Werksleitung. Innerhalb einer ausführlichen Führung durch das Werk wurden uns die geplanten Projekte für die Woche vorgestellt. Anschließend wurden die jeweiligen Gruppen drei Projekten zugeteilt und die Teilnehmer für den Einsatz vor Ort mit Sicherheitsschuhen und genialen Sicherheitsjacken ausgerüstet.

Alle drei Teams beschäftigten sich mit dem übergeordneten Ziel der Rüstzeitreduzierung einer Profiliermaschine, einer Leiterschweißanlage und der Verkettung von Stanz- und Biegemaschinen sowie der Standardisierung der dabei entstandenen Prozesse.

Die Gruppen stürzten sich sofort in ihre Arbeit und begannen damit, sich einen Überblick über die Prozesse zu verschaffen und ein Grundverständnis aufzubauen. Dies gestaltete sich aufgrund sehr komplexer Anlagen und daraus resultierender langer Prozesse sehr schwierig.

Deswegen zog sich die Prozessaufnahme bei einigen Teams bis Dienstag in den späten Abend. So konnten wir das allgemeine Vorurteil: „Studenten sind faul“ schon am ersten Tag widerlegen.

 

Nach Abschluss der Prozessaufnahme wurden dann ab Mittwoch in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern das weitere Vorgehen erarbeitet und mit den ersten Verbesserungen begonnen. Unser Vorgehen orientierte sich dabei nah an dem hochschulgruppen-internen Problemlösezyklus. Dieser wurde von den Gruppen eigenständig an die Problemstellungen angepasst und startete mit der Überarbeitung und Standardisierung der bestehenden Prozesse.

 

Dafür wurden neue Standardarbeitsprozesse definiert und diese in Standardarbeitsblättern dokumentiert. Die Machbarkeit wurde durch die Mitarbeiter vor Ort bestätigt. Diese neu formulierten Prozesse wurden dann in kurzzyklischen Experimenten getestet und so iterativ weiter angepasst. Simultan zu der Neuordnung der Prozesse wurden im Rahmen des SMED-Verfahrens („Single Minute Exchange of Die“) eine Klassifizierung der Rüsttätigkeiten nach internen und externen Rüstvorgängen vorgenommen und diese ausgewertet.

Anschließend konnten mit Hilfe von EPA-Analysen (Einfluss-Potenzial-Aufwand-Analysen), Logikbäumen und anderen Methoden die wichtigsten Stellhebel auf die Rüstzeiten identifiziert und bewertet werden. Für diese Stellhebel wurden dann Lösungsvorschläge und Verbesserungsansätze erarbeitet, die teilweise in Experimenten getestet und verifiziert werden konnten. Für manche dieser Ansätze fehlte allerdings weitere Zeit, sodass diese in nächster Zeit von der PUK GmbH und Co. KG selbstständig umgesetzt werden. Abgerundet wurde der Einsatz mit einer Abschlusspräsentation, die aufgrund des hohen Interesses der Belegschaft am Thema Lean Management in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Konferenzraum stattfand. Hier konnten letzte bestehende Fragen beantwortet und die Ergebnisse weitergegeben werden.

Anschließend entschied sich die Gruppe das Wochenende noch in Berlin zu bleiben und das hiesige Nachtleben besser kennenzulernen.

 

Wir bedanken uns bei der PUK GmbH und Co. KG, die uns diesen Einsatz und die große Lernerfahrung ermöglicht, wollen hier noch einmal die große Unterstützung der gesamten

Belegschaft hervorheben und freuen uns auf weitere, spannende Projekte.