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Workshop: LEAN Accounting - Vollmer & Scheffczyk

Workshop: LEAN Accounting - Vollmer & Scheffczyk
Autor:

Daniel Goldbach

Datum: 2015/05/28

Am 28.05.2015 besuchte Benno Löffler, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Vollmer & Scheffczyk die Lean Hochschulgruppe am KIT. Im Gepäck hatte er einen sowohl spannenden, als auch kritischen Workshop zum Thema Lean Accounting.

Die Diskussion über Dynamik, die von außen auf Unternehmen trifft, und über verschiedene Unternehmensstrukturen war sehr anregend und wurde durch tolle und einprägsame Beispiele aus der Praxis von Herrn Löffler ergänzt.

In der zweiten Hälfte des Workshops konnten sich die Teilnehmer selbst an einen Praxisbeispiel versuchen. Ziel war es einen optimalen Produktionsplan für ein Zweiproduktunternehmen zu bestimmen, das drei Faktoren als Input verwendet.

In der ersten Runde verfolgten die Teilnehmer den klassischen Ansatz der Deckungsbeitragsrechnung. Rasch war ein Ergebnis gefunden, dem alle Teilnehmer zustimmten. Das Produkt mit dem größten Deckungsbeitrag wird am meisten produziert – klingt erst mal logisch, oder?

„Gewinn steigern anstatt nur die Kosten zu senken“

Mit diesem Ziel stellte Benno Löffler die für die meisten Teilnehmer unbekannte Durchsatzrechnung vor. Die Durchsatzrechnung geht davon aus, dass es in einer Wertschöpfungskette einen Engpass als limitierenden Faktor gibt. Dem Engpass vorgelagerte Prozessschritte müssen so viel produzieren, dass jederzeit eine Versorgung des Engpasses gewährleistet ist und sich dem Engpass unterordnen. Dazu ist es erforderlich, dass eine gewisse Kapazität aufgebaut wird, was im Ergebnis dazu führt, dass vor- und nachgelagerte Arbeitsschritte nicht zu 100 % ausgelastet sind. Der daraus entstehende Zielkonflikt mit der Controlling Abteilung sorgte auch in der Diskussion am Ende des Workshops noch für interessanten Gesprächsstoff, wobei sich die Durchsatzrechnung klar „durchsetzen“ konnte.

So kann eine höhere Investition in den Engpass um dessen Kapazität zu erhöhen, anstatt die Kosten in der Produktion zu senken zu einem größeren Erfolg führen. Des Weiteren kann es sich als sinnvoll erweisen das Produktionsprogramm anstatt am Deckungsbeitrag der Produkte an deren Durchsatz im Engpass zu bestimmen. Ein Produkt welches einen niedrigen Deckungsbeitrag aufweist, aber im Engpass weniger Kapazität benötigt führt unter Umständen zu einem höheren Gesamtoutput. Dies konnten die Teilnehmer im zweiten Durchgang des Rechenbeispiels eindrucksvoll selber feststellen.

Den durchweg gelungenen Workshop ließen wir in gemütlicher Runde mit einer kritischen Auseinandersetzung des Controllings ausklingen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei der Vollmer & Scheffczyk GmbH und insbesondere bei Benno Löffler für einen provozierenden und spannenden Workshop bedanken, der den Teilnehmern lehrreiche Einblicke in die Praxis ermöglicht hat!