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PLZ Ausbildung: Industrieeinsatz - Fa. Ziehl-Abegg

PLZ Ausbildung: Industrieeinsatz - Fa. Ziehl-Abegg
Autor:

n.b.

Datum: 2014/12/01

Seit dem Jahr 2012 fahren jedes Semester acht Mitglieder der LEAN Hochschulgruppe zur ZIEHL-ABEGG SE nach Kupferzell, um im Rahmen des Ausbildungsprogramms den Problemlösezyklus in der Praxis anzuwenden und zu lernen. ZIEHL-ABEGG ist als klassischer Hidden-Champion führend in der Entwicklung und Fertigung von Ventilatoren, sowie Elektromotoren und Radnabenantrieben.

Bei dem fünftägigen Einsatz vom 01.12. - 05.12.2014 wurden von zwei Teams vorgegebene Aufgabenstellungen strukturiert behandelt und gelöst.

Begonnen hat das Projekt am Montag mit der Vorstellung der Hochschulgruppe und deren Vorgehensweise sowie der unternehmensseitigen Vorstellung und Durchsprache der Aufgabenstellung für die Woche. Anschließend wurde gemeinsame eine Werksführung unternommen, um eine Einordnung der eigenen Aufgabe in den Kontext des gesamten Werkes und deren Produkte zu ermöglichen. Zusätzlich konnten dabei die langfristigen Auswirkungen vorangegangener Einsätze begutachtet werden, was ungemein motivierte.

In der darauf folgenden Gruppenphase begannen die Teams, bestehend aus zwei erfahrenen Projektleitern und zwei Neulingen aus der Hochschulgruppe sowie Mitarbeitern des Unternehmens, die ersten Schritte des Problemlösezyklus durchzuführen. In diesem strukturierten Vorgehen wird zunächst durch Prozessbeobachtungen das Verständnis für den Prozess geschaffen. Anschließend kann dieser Ist-Zustand aufgenommen und um relevante Kriterien erweitert werden.

Aus den vorgegebenen Zielen von Seiten des Unternehmens lassen sich dann im nächsten Schritt konkrete und messbare Zielzustände ableiten, die sich unter aktiver Mitarbeit der Prozessspezialisten von ZIEHL-ABEGG auf Teilziele abstrahieren lassen. Im Problemlösezyklus selbst werden iterativ Stellschrauben analysiert und deren Potentiale bewertet. In mehreren Experimenten wird dann versucht, diese Potentiale auszuschöpfen, um sich dem Zielzustand kontinuierlich zu nähern. Nach jedem Durchgang wird dabei der neue Ist-Zustand wieder mit dem Zielzustand verglichen und durch die letzten Lernerfahrungen weitere Potentiale realisiert. In dieser detaillierten Gegenüberstellung der Ist- und Zielzustände, im sogenannten T- Diagramm, ist während des ganzen Projekts die kontinuierliche Verbesserung zu erkennen.

Zielstellung für das erste Team war die Flächenreduzierung der Statorproduktion um 40%, um im Rahmen einer Umstrukturierung die nachfolgende Montagelinien in die bestehende Fertigungszelle integrieren zu können. Zusätzlich sollte ein neues Layout entwickelt werden, in welchem ein möglichst optimaler Wertstrom sowie ein vereinfachter Ablauf für die Mitarbeiter berücksichtigt sind. Diese Ziele konnten alle voll erreicht werden.

Das zweite Team hatte die Aufgabe, eine Montagelinie für stator- und rotorseitige Lüfterräder so zu optimieren, dass eine Verdopplung der Ausbringungsmenge ermöglicht werden kann. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass größtmögliche Flexibilität bei der Montage der zahlreichen Produkte gewährleistet werden kann. Weiterhin konnte die optimale Gestaltung des Arbeitsplatzes sowohl für einen als auch für zwei Mitarbeiter als Nebenziel identifiziert werden.

Nach Abschluss der Teamarbeit wurden am Freitagnachmittag die Ergebnisse von den Teilnehmern des Ausbildungsprogramms präsentiert und bei einer abschließenden Begehung mit der Werksleitung begutachtet.

Insgesamt war es für die Hochschulgruppe wieder ein voller Erfolg mit ausnehmend positivem Feedback. Die Teilnehmer und alle Interessenten freuen sich auf eine Weiterführung der Zusammenarbeit im nächsten Semester.

Einen abschließenden Dank möchten die Mitglieder der LEAN Hochschulgruppe dem Werksleiter Herrn Weinmann und dem Projektleiter Herrn Grüneberg für die hervorragende Organisation, die Kultur der Offenheit und das Vertrauen in unsere Arbeit geben.

Team 1 bedankt sich zudem bei Herrn Stockert sowie Herrn Zürn für die äußerst motivierende Zusammenarbeit, das riesige Engagement und die herzliche Art.

Team 2 dankt Herrn Göller, Herrn Steer und Herrn Klose für die produktive und harmonische Zusammenarbeit, welche sich durch größtmöglichen Einsatzwillen ausgezeichnet hat.