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Workshop: Shopfloor Management - Fa. Trumpf in Ditzingen

Workshop: Shopfloor Management - Fa. Trumpf in Ditzingen
Autor:

Franziska Krumholz

Datum: 2015/02/15

Früh am Morgen ging es los zum Shopfloormanagement-Workshop bei Trumpf in Ditzingen, da der erste Teil der Agenda die Beobachtung mehrerer Stehungen war und diese in manchen Teams bereits um 6:45 starteten (diese Untergruppenebene ist optional und wird nicht in jedem Team durchgeführt). Wir stiegen in der zweiten Ebene (Kaskade) um 7:30 Uhr ein und beobachteten in zwei Gruppen zunächst die Teamleiter-Stehung in verschiedenen Produktionseinheiten (PEs). Der Teamleiter fragte dabei nacheinander die jeweils verantwortlichen Personen nach dem aktuellen Stand nach Problemen in Bereichen wie Fehlermanagement, Arbeitssicherheit, Anlagenstatus und Auslastung der Maschinen und Mitarbeiter. Anschließend dann die PE-Leiter-Stehung, in der die Informationen bereits in kondensierter Form von den Teamleitern an die PE-Leiter weitergegeben wurden. Die vierte und letzte Kaskade war bereits um 9:45 Uhr die Werkleiter-Stehung, die sich dann nur noch auf die wesentlichen Themen beschränkte. Hier war die Kommunikation, wie schon bei der PE-Leiter-Stehung, umgekehrt im Vergleich zur Teamleiter-Stehung. Der Werkleiter hat hier nicht den Status abgefragt, sondern die PE-Leiter berichteten von sich aus nacheinander über ihren Bereich. Bei brisanten oder unklaren Themen wurde auf allen Ebenen direkt ein Go&See im Anschluss ausgemacht. Zwischen den Stehungen wurde die Zeit mit einer kompakten Werksführung ausgefüllt.

Nachdem wir bei der Verfolgung der SFM-Kaskade die Vorgehensweise auf den einzelnen Stufen beobachten konnten, erhielten wir nach der Rückkehr in den Konferenzraum einen kurzen Überblick über TRUMPF (Weltmarkt-u-Technologieführer Lasertechnik/Elektronik, mit ca. 11.000 MA, 2.5 Mrd Umsatz Geschäftsjahr 13/14),  und die Produkte des Unternehmens. Wir lernten beispielweise das bereits seit 1999 existierende, TRUMPF-eigene Produktionssystem SYNCHRO kennen, welches vier Kenngrößen als Nordstern definiert:

  • 100% Wertschöpfung
  • 100% Einzelstückfluss
  • 100% Qualität
  • 100% Sicherheit

Es beruht dazu auf dem Fundament „Verhaltensexzellenz“ und  wird von den zwei Säulen „Prozessexzellenz“ und „Führungsexzellenz“ gestützt. Ergänzt werden diese durch zahlreiche ausgewählte Lean-Methoden.

Um uns fit zu machen für den anschließenden praktischen Teil des Tages veranschaulichte der Referent Hr. Künzli uns anhand zahlreicher Beispiele die wichtigsten Shopfloormanagement-Grundlagen.

Bewaffnet mit diesem Expertenwissen ging es nach dem Mittagessen in die Produktionshalle, wo wir uns zunächst einen Prozess anschauten, für den wir im Anschluss in Teams innerhalb einer Stunde je ein Shopfloorboard mit allen für den Montageprozess relevanten Kennzahlen erarbeiten sollten.

Nach einer gegenseitigen Präsentation der SFM-Boards diskutierten wir im Anschluss die  von jeder Gruppe gewählten Kennzahlen und schauten uns daraufhin das „reale“ SFM-Board in der Produktionshalle an. Eine große Erkenntnis lag dabei in der Tatsache, dass es nicht „die richtigen“ Kennzahlen für ein SFM-Board gibt und diese sehr sorgfältig ausgewählt werden sollten, um die richtigen Rückschlüsse zur Ursachenanalyse ziehen zu können.

Zurück im Schulungsraum, gab der Referent uns noch einen exklusiven Ausblick auf das so genannte Shopfloormanagement 2.0, welches TRUMPF Consulting durch stetige Prozessbeobachtungen aufbauend auf dem aktuellen SFM entwickelt hat. Es zielt vor allem auf das noch stärkere Führen mit Zielzuständen ab (Stichwort Hoshin Kanri), um die Leistung auf ein immer höheres Niveau zu heben.

Zum Abschuss des Tages erhielten wir noch einen kurzen Einblick über Einstiegsmöglichkeiten und Praktika bei TRUMPF und machten uns nach einer kurzen Feedbackrunde müde, aber wieder um einige LEAN-Erfahrungen reicher auf den Heimweg nach Karlsruhe.

Wir bedanken uns bei Herrn Thomas Künzli und Herrn Christoph Jacobi für den inhaltlichen Input und die Durchführung des Workshops vor Ort im Werk Ditzingen.