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Bericht zum Wertstromanalyse Workshop bei SEW 2014

Bericht zum Wertstromanalyse Workshop bei SEW 2014
Autor:

Christoph Jacobi

Datum: 26.06.2014

Vom 26.-27.06.2014 waren 15 Mitglieder der Hochschulgruppe zu einem zweitägigen Workshop bei der SEW Eurodrive GmbH & Co KG zum Thema Wertstromanalyse und Wertstromdesign am Standort Graben-Neudorf eingeladen. Am ersten Tag wurde den Teilnehmern die Theorie zur Wertstromanalyse vermittelt und an einem realen Fertigungsprozess im Werk angewendet. Der zweite Tag widmete sich dem Wertstromdesign des Soll-Zustandes für den analysierten Prozesses und wurde mit einer ausführlichen Werksführung verbunden. Der Workshop wurde von Frau Maja von Olnhausen und Herrn Jürgen Weber moderiert, welche beide für die Abteilung WIEPROconsulting arbeiten.

Zu Beginn des ersten Tages wurden die Erwartungen an den Workshop abgefragt, um die Schwerpunkte gezielt auf die Wissensbasis der Teilnehmer anzupassen. Im Anschluss wurden die Grundlagen und wichtigsten Komponenten für die Wertstromanalyse präsentiert um dann, in Zweiergruppen, die Wertstromanalyse in der Fertigung von Hohlwellen durchzuführen. Hierbei war es besonders wichtig, sich einen ersten Überblick des Prozesslayouts zu machen und die Kennzahlen der einzelnen Arbeitsstationen aufzunehmen. Dazu zählte unter anderem der Kundentakt, die Bearbeitungszeit an der Maschine, die Prozesszeit der Arbeitsstation, die Gesamtauslastung der Maschinen und der dafür benötigten Mitarbeiter, sowie die Bestände vor und nach der Arbeitsstation. Darüber hinaus wurden die Warenströme zwischen den Stationen beobachtet. Mit den gesammelten Informationen wurde dann der Wertstrom im IST-Zustand auf einem A3 großen Papier eigenständig aufgezeichnet. Die Studenten wurden dabei von den beiden Moderatoren unterstützt und bekamen wichtige Hinweise und Techniken zur Umsetzung vermittelt. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wurden im Anschluss präsentiert und mit allen Teilnehmern diskutiert. Dabei konnten die Hochschulmitglieder von den unterschiedlichen Interpretations- und Modellierungsideen der anderen Teilnehmer lernen und bekamen ein umfangreiches Feedback zur eigenen Gestaltung.

Am zweiten Tag ging es um das Wertstromdesign für den SOLL-Zustand. Dafür wurden die vom IST-Zustand abgeleiteten Handlungsfelder genauer betrachtet. Hierzu zählte vor allem die Austaktung der einzelnen Prozessschritte um einen One-Piece-Flow zu ermöglichen und die Ressourcen wie Mensch und Maschine effizient nach den Anforderungen des Kundentaktes zu disponieren. Darauf aufbauend sollte der Informationsfluss dezentral entlang des Prozesses funktionieren und sich nach Möglichkeit selbst steuern (z.B. mit Hilfe eines Kanban-Prinzips). Dies wurde zusätzlich durch die Variantenvielfalt erschwert, welche zu vielen unterschiedlichen Rüstzeiten führte und die Verfügbarkeit der einzelnen Maschinen und somit des gesamten Prozesses beeinflusste. Aber auch hier wussten die Moderatoren effektive Methoden aus ihrer Arbeitspraxis zu berichten und so wurde in den meisten Lösungen die Rüstzeit in Form von definierten Losgrößen “erarbeitet “ um im Kundentakt arbeiten zu können.

Zum Abschluss unternahmen die Moderatoren mit den Teilnehmern noch eine ausführliche Werksführung, um ihnen die Umsetzungen von Lean Prinzipien in der eigenen Fertigung zu zeigen. Besonders beeindruckend war dabei das detaillierte Prozesswissen der Moderatoren über eine große Bandbreite von Produkten. Einen sehr interessanten Eindruck bekamen die Teilnehmer zudem über die Entwicklung neuer Montagearbeitsplätze, welche nicht mehr am Computer designed werden, sondern zusammen mit den beteiligten Mitarbeitern in einem lebensgroßen Kartonmodell entworfen werden.
Das Feedback des Workshops war durchgängig positiv. Die Teilnehmer lobten vor allem die ermöglichte Praxisanwendung und die sehr professionelle Umsetzung des Workshops durch die bereitgestellten Materialien und das individuelle Coaching bei der Gruppenarbeit.

Die Hochschulgruppe möchte sich nochmals herzlich beim Unternehmen SEW Eurodrive GmbH & Co KG und den beiden Moderatoren, Maja von Olnhausen und Jürgen Weber, für diesen spannenden und lehrreichen Workshop bedanken.