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Industrieeinsatzbericht des PLZ 2013 bei EBCO

Industrieeinsatzbericht des PLZ 2013 bei EBCO
Datum: 02-06.12.2013

In der Woche vom 2. bis 6. Dezember hatten fünf Mitglieder der LEAN Hochschulgruppe e.V. die Möglichkeit, am Praxiseinsatz im Rahmen des Ausbildungsprozesses im Problemlösezyklus (PLZ) bei der EBCO GmbH Schäumtechnik teilzunehmen. Die EBCO GmbH Schäumtechnik ist ein mittelständiges Unternehmen mit Sitz im Schwarzwald, das unter anderem Zulieferer von Flugzeugsitz-Herstellern für Passagiermaschinen ist. Aufgabe des Teams der Hochschulgruppe war es, einen vorgegeben Prozess hinsichtlich Produktivität, Art und Weise der Produktion (Einführen eines Ein-Stückflusses) und die Anbindung an den nachgelagerten Prozess zu optimieren.
Die Teilnehmer des Ausbildungsprogramms begannen ihre Arbeit mit einer Prozessbeobachtung, die das Ziel hatte, ein allgemeines Verständnis des Prozesses herstellen zu können. Insbesondere sollten die einzelnen Bearbeitungsschritte am Produkt als Basis zur Erstellung des aktuellen Ist-Zustandes aufgenommen werden. Mit Hilfe der vorher definierten Einsatzziele und den Auffälligkeiten aus dem Beobachtungsprozess konnten der Ziel-Zustand hergeleitet und der aktuelle Ist-Zustand formuliert werden. Die größte nominelle Abweichung aus Ist und Ziel wurde als Hauptproblem definiert.
Die einzelnen Zyklen im PLZ wurde mit dem Ziel durchgeführt, zunächst einen Fluss einzuführen, um diesen dann iterativ verbessern zu können. Anhand der aus dem Ziel abgeleiteten Soll-Produktivität und der durchschnittlichen Bearbeitungszeit der Produkte wurden für einzelne Varianten des Produktes eine theoretische Austaktung vorgenommen und diese experimentell getestet. Um die Rahmenbedingungen für die langfristige Einführung und das selbstständige Fortbestehen eines stabilen Flusses zu gewährleisten, wurden zwei Hauptvarianten der Produkte, die in Art und Länge der Bearbeitungsschritte stark verschieden waren, identifiziert.
Auf Grundlage dieser beiden Hauptvarianten wurden den Mitarbeitern im Fluss Grundaufgaben zugeteilt, die bei beiden Hauptvarianten gleich sind. Darüber hinaus wurden variantenunabhängige Zusatzaufgaben verteilt, die erledigt werden sollten, wenn die Grundaufgaben in einer geringeren Zeit als der Taktzeit erledigt werden konnten. Das Ergebnis des Experiments war, dass sich die Mitarbeiter innerhalb der einzelnen Varianten selbst austakten können und der Fluss für eine einzelne Variante stabil funktioniert.
Somit konnten die Ziele der Produktivitätssteigerung sowie die Einführung eines Ein-Stückfluss erreicht werden. Das Erreichen des dritten Ziels war aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr möglich.
Fünf Wochen nach dem Einsatz läuft der Fluss wie geplant, wobei die nötige externe Betreuung rückläufig ist.
Der Einsatz hat allen Beteiligten großen Spaß bereitet. Die Hochschulgruppenmitglieder konnten viel über die Methode des Problemlösezyklus und das strukturierte Arbeiten im Team lernen.
An dieser Stelle sei der EBCO GmbH noch einmal herzlich dafür gedankt, dass die Teilnehmer der Hochschulgruppe ihre theoretischen Fähigkeiten in realen Produktionsprozessen anwenden und so ihre praktische Kompetenz erweitern konnten.