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Staufen Workshop

Staufen Workshop
Autor:

Wolfgang Fleischer

Datum: 12.05.2013

Am Freitag, den 10.05.2013, durfte die LEAN-Hochschulgruppe Herrn Eniet David Asaah von der Beratungsgesellschaft STAUFEN.AG am KIT begrüßen. Thema des Workshops war Lean Development mit dem Fokus auf dem sogenannten Frontloading.

Ausgehend von den acht Verschwendungsarten der Produktion wurden diese auf den Produktentstehungsprozess übertragen. Die größte Bedeutung kommt dabei den unterschiedlichen Formen des Wartens zu. Egal ob Informationen oder Entscheidungen, Testergebnisse oder Prototypen fehlen, die Durchlaufzeit verlängert sich jeweils signifikant. Dadurch können sich Mitarbeiter nicht auf ein Projekt konzentrieren, sondern arbeiten bei anderen Projekten mit oder beginnen Neue, wodurch die Produktivität sinkt. Man spricht von einer Multiprojektumgebung.

Das Kernelement des Frontloadings besteht darin, potenzielle Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen und proaktiv anzugehen. Dadurch erhöht sich der Aufwand eines Projektes zu Beginn. Am Ende jedoch ist der Aufwand deutlich niedriger als bei vergleichbaren Projekten und der Start-of-Production (SOP) kann bereits früher erreicht werden. Damit die Entwicklungsprojekte die benötigten Kapazitäten erhalten ist es erforderlich, weniger bedeutsame Projekte ruhen zu lassen. Dies erfordert eine Priorisierung durch das Management, welches die Projekte gemäß ihrer Bedeutung ordnen muss. Nach dem ersten Theorie-Input wurde die Bedeutung von Priorisierung in einer Simulation mit den Workshop-Teilnehmern gezeigt.

Ein wichtiger Aspekt in der Konzepterstellung ist das Set-BasedConcurrent Engineering, welches sich deutlich vom oft eingesetzten Point-BasedConcurrent Engineering unterscheidet. Im Point-BasedConcurrent Engineering wird frühzeitig ein Konzept ausgewählt und sukzessiv im Team verbessert. Sollte sich das gewählte Konzept als falsch erweisen ist eine Änderung schwierig und mit hohen Kosten verbunden. Das Set-BasedConcurrent Engineering legt lediglich einen Lösungsraum fest, in welchem mehrere Konzepte parallel betrachtet werden. Diese Vielzahl an Alternativen wird mit Fortschreiten des Projektes verringert und führt zu einer niedrigeren Durchlaufzeit und geringeren Kosten. Anhand einer weiteren Simulation wurde dieser Effekt eindrucksvoll dargestellt.

Insgesamt war der Workshop stets kurzweilig, sehr spannend und alle Teilnehmer haben viel gelernt. Dies spiegelte sich auch im positiven Feedback wieder. Neben einem großen Theorieteil und einigen sehr spannenden Simulationen, die die Grundlagen der Theorie spielerisch umsetzten, wurde die Veranstaltung durch viele praxisnahe Beispiele seitens Herrn Asaahs angereichert.

Die LEAN-Hochschulgruppe bedankt sich ausdrücklich bei Herrn Asaah für den lehrreichen Tag und freut sich auf weitere Workshops mit der STAUFEN.AG.