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Exkursion Audi Quattro GmbH

Exkursion Audi Quattro GmbH
Autor:

Lukas Laurisch, Julia Stadler

Datum: 09.11.2012

Am Freitag den 9.11.2012 stand die Semester-Exkursion der LEAN Hochschulgruppe an. Zehn Mitglieder der Hochschulgruppe hatten die Möglichkeit nach Neckarsulm zu fahren, um dort die Produktion der Audi quattro GmbH zu besichtigen. Die Audi quattro GmbH ist zu 100% Tochter der Audi AG und verantwortlich für die Veredelung verschiedener Audi Modelle, der Produktion von RS Modellen, dem Rennsport von Audi und natürlich für die Produktion des R8.

Der Tag begann mit einer Präsentation der Lean-Hsg von Johannes Schuch, in der er die Hochschulgruppe selbst, unsere Interpretation des Begriffs Lean und den Ausbildungsprozess der Mitgleider kurz darstellte. Anschließend stellten zwei Mitarbeiter der Audi quattro GmbH, aus dem Bereich Logistik, das Unternehmen in einer interaktiven Gesprächsrunde vor. Diskussionspunkte waren hier z.B. die Einordnung des Mitarbeiters in das APS (Audi-Produktionssystem), die Herausforderungen einer Kleinserienproduktion oder die Lieferantenintegration bei Exklusivteilen.

Nach der Mittagspause ging es dann zum Gemba: in die Produktion des R8, die eher einer Manufaktur ähnelt als einer klassischen Produktion (es werden täglich zwischen 14 und 16 Fahrzeuge gefertigt). Die Führung begann in der Karosseriefertigung, in der alle Karosserieteile per Hand geschweißt werden. Ein Schweißroboter ist bei solch geringen Stückzahlen noch nicht rentabel. Anschließend wurde die Montagehalle besichtigt wo derzeit zwei Derivate des R8 produziert werden, der Spyder und das Coupé. Dennoch ist die Produktion des R8 sehr variantenreich. Denn in Sachen Ausstattung und Spezialanforderungen lässt Audi seinen Kunden keine Wünsche offen, sei es eine rosafarbende Lackierung oder auch eine Innenlederausstattung aus dem Leder der eigenen Kühe. Eine weitere Besonderheit an der Produktion des R8 ist, dass die Taktzeit exakt eine halbe Stunde beträgt. Somit muss der einzelne Mitarbeiter sehr viel mehr Arbeitsschritte (ca. 40 – 50) und damit auch sehr viel Arbeitsinhalt erledigen, statt nur wenige Handgriffe zu tätigen. Dies ist zwar eher unüblich, da es die Wahrscheinlichkeit von Fehlern erhöht, hat aber auch einige Vorteile. Der Mitarbeiter lernt die Produktionsprozesse sehr gut kennen und ist somit eher in der Lage den KVP durch eigene Ideen voranzutreiben. Außerdem ist ein Mitarbeiter, dem mehr Verantwortung übertragen wird, meist motivierter und begeisterungsfähiger. In der R8 Produktion arbeiten vorwiegend ältere Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung, da die Fertigung oftmals sehr komplex ist.

In der abschließenden Diskussionsrunde wurden ausstehende Fragen beantwortet. Über den gesamten Tag hinweg war stets das rege Interesse der Hochschulgruppenmitglieder zu vernehmen, das sich durch zahlreiche Fragen und Diskussionen zeigte.

In diesem Sinne möchten wir uns hiermit nochmal bei der Audi quattro GmbH und den beiden Referenten für ihr Engagement bedanken. Wir würden uns sehr über eine weitere Zusammenarbeit zwischen der Audi quattro GmbH und der LEAN-Hochschulgruppe freuen.