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UniKaTH 4/2007 - Portrait der Hochschulgruppe

UniKaTH 4/2007 - Portrait der Hochschulgruppe
Autor:

Tatjana Rauch

Datum: 01.10.2007

 

Wider die Verschwendung

 

Wie eine Hochschulgruppe die Lean-Philosophie verbreiten will viele große Unternehmen setzen auf Lean Production, das schlanke Produzieren.

Eine Anfang 2006 gegründete Hochschulgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lean-Philosophie stärker in der Universität zu verankern und Studierende für den Wissenstransfer im Berufsleben fit zu machen.

 

Ein Fehler an einer Fließbandstrecke – der
Mitarbeiter scheut sich nicht, das Fließband
zu stoppen und gemeinsam mit seinem
Team das Problem auszuräumen.
Ein im Betrieb genutztes Fahrrad verschwindet
immer wieder vom vorgesehenen
Platz – ein Arbeiter befestigt ein
Klebebandkreuz an der Stelle: Die Erinnerungshilfe
greift und bei der Suche
wird keine Zeit mehr vergeudet. In diesem
imaginären Unternehmen ist Lean-
Thinking am Werke: Alle Prozesse sollen
vermieden werden, die nicht zur Wertsteigerung
der Produktion beitragen – ob
es um die Verschwendung von Zeit oder
Ressourcen geht. Die „schlanke“ Unternehmensphilosophie
ist in Japan entstanden
- mit Vorträgen, Firmenexkursionen,
Workshops und Simulationen wollen die
derzeit 26 LEAN-Mitglieder in Karlsruhe
Kommilitonen aus den Ingenieur- und
Wirtschaftswissenschaften dafür begeistern.
Den Impuls gaben Unternehmenspraktika.Denn in Sachen Lean Thinking
müssen deutsche Unternehmen „in der
Breite noch aufholen“, ist sich Christopher
Dröge, der Vorstandsvorsitzende
der LEAN-Hochschulgruppe sicher: „Nur
10 bis 15 Prozent der Unternehmen setzen
diese Philosophie in bestimmten
Bereichen um, wobei kleine und mittelständische
Unternehmen besonders stark
profitieren könnten“. Auch würden an der
Fridericiana Wissen und Methoden von
Lean Thinking bisher eher „am Rande
berührt“, meint Dröge.
Aber immerhin: Das Institut für Technologie
und Management im Baubetrieb
(TMB) von Professor Dr. Fritz Gehbauer
hat 2005 gemeinsam mit dem Lean Management
Institut in Aachen und dem
Lean Construction Institute aus den USA
ein deutsches Lean Construction Institut
gegründet (siehe auch unikath 3/2007).
Auch das Institut für Informationsmanagement
im Ingenieurwesen (IMI) von
Professorin Dr. Jivka Ovtcharova oder
das Institut für Produktionstechnik von
Professor Dr. Jürgen Fleischer erweitern
den Lean-Braintank. Als Kurator gewann
die Hochschulgruppe Professor Dr. Kai
Alles auf seinem Platz, kein Zentimeter ungenutzt –
die Lean-Philosophen haben nichts zu verschenken.
Foto: Helmut Probst
Furmans, der das Institut für Fördertechnik
und Logistiksysteme (IFL) leitet.
Das Institut unterstützt die Gruppe fachlich,
vermittelt aber auch Praktika.
Im Wintersemester startet die Hochschulgruppe
ein ambitioniertes, einjähriges
Traineeprogramm, das sie in Zusammenarbeit
mit Firmen - allen voran MBtech -
und Universitätsinstituten auf die Beine
stellt. Darin ergänzen sich ein öffentlicher
wöchentlicher Vortrag, der jeweils einen
spannenden Aspekt der Lean-Philosophie
thematisiert, und Workshops mit einem
Unternehmen exklusiv für Studierende.
So findet im Dezember ein MBtech-
Workshop zum Thema „Interne Logistik,
Qualitätsmanagement & Schnelles Rüsten“
statt. Geplant sind Exkursionen zu
Bosch und zur McKinsey-Lernfabrik.
Führt großes Engagement für Lean-Thinking
im Studium nicht in eine Spezialisierungssackgasse?
Die Studierenden aus
dem Vorstand widersprechen vehement:
Praxisorientierte Spezialisierung im Studium
vernetze früh mit Unternehmen als
„Schritt in die berufliche Zukunft“, wie
Vorstandsmitglied Ann-Kristin tom Dieck
postuliert. „Lean“ - so Dröge - „fußt auf
gesundem Menschenverstand und geht
gegen eingeschleifte Denkweisen an“.
Folgerichtig erwartet er deshalb eine sukzessive
Durchdringung aller Unternehmensbereiche.
Zudem sei die von der Lean-
Philosophie unterstützte Optimierung des
Informationsflusses für Unternehmen in
Zukunft obligatorisch, zeigt sich Christoph
Kaucher, Beauftragter für das Traineeprogramm,
überzeugt. Ein weiterer
guter Grund, im kommenden Semester
die Hochschulgruppe in einen Verein
umzuwandeln, damit Mittelaquisition
und Positionierung leichter vorangehen.