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MBtech Workshop - Lean Basics

MBtech Workshop - Lean Basics
Autor:

Immanuel Behr

Datum: 15.11.2010

Im Zuge der aktuellen LEAN Akademie fand am 05. und 06.11.2010 der Grundlagenworkshop zum Thema Lean Basics statt. Dieser wurde durchgeführt von Beratern der MBtech Consulting GmbH.

Die Veranstaltung war in drei Themenbereiche gegliedert. Im ersten Block wurde uns die grundlegende Theorie zu Lean Quality Management vermittelt, was das Ineinandergreifen der Lean-Prinzipien und des Qualitätsmangements darstellt. Besonderen Wert hat der Referent auf das Verständnis der Qualitätsregelkreise, deren kontinuierlicher Durchführung und Umsetzung in kleinen Schritten gelegt. Im Anschluss wurden die Erkenntnisse in einer Simulation direkt praktisch angewandt. Unter Moderation der Berater wurde nach einem ersten Spieldurchgang eine Ursachenanalyse gemacht und ein Ishikawa- Diagramm (Ursachen-Wirkungs-Diagramm) angefertigt

Die größte Herausforderung lag darin, möglichst lösungsfrei zu Denken und sich zunächst auf die Ursachen zu konzentrieren, damit im ersten Schritt das eigentliche Problem erkannt wurde. Dem Großteil der Gruppe ist dies zu Beginn jedoch weniger gelungen, mit zunehmendem Verständnis für die Vorgehensweise konnten die Schwierigkeiten mit zunehmenden Maßen abgelegt werden.

Im Anschluss wurde uns ebenfalls in einer Theorie-Simulations-Kombination das Thema Lean Manufacturing – SMED (Single Minute Exchange of Die) näher gebracht. Das Produzieren in kleineren Losen hin zum One-Piece-Flow ist nur möglich, wenn die Rüstzeiten minimiert werden. In der Simulation „Schnelles Rüsten“ konnten wir die Methode des strukturierten Rüstens an einem Umrüstvorgang in kleinen Gruppen selbst vornehmen. Schon im zweiten Durchgang wurden erstaunliche Ergebnisse erzielt. Trotzdem wurde verdeutlicht, dass man sich leicht in technische Details verrennen kann und manchmal der Blick für das Wesentliche fehlt. Wichtige Erkenntnis aus dieser Simulation ist, dass wir uns genau die Kundenanforderungen anschauen und sobald diese verstanden wurden uns an die Optimierung der Rüstvorgänge machen.

Den Abschluss bildete am Samstag das Thema Lean Admin, von dem die Teilnehmer sich am meisten erwarteten. Dies beruht wohl auf den noch relativ jungen Anwendungsbereich der Lean Philosophie in Verwaltungsangesiedelten Abteilungen. Lean Admin ist bisher hauptsächlich in administrativen Bereichen vorzufinden, die in einem direkten Bezug zum produzierenden Gewerbe stehen. Obwohl die Administration ein riesiges Optimierungspotenzial birgt ist Lean Admin in produktionsfernen Gebieten seltener anzutreffen. 

Im Rahmen dieses Themengebiets führten wir ebenfalls eine Simulation durch, die einen Prozess des Kundenauftrags bis zur Auftragsfreigabe an die Produktion veranschaulichte. Nach der Durchführung der Simulation visualisierten wir den Prozess mit Hilfe eines Swimlane-Diagramms, identifizierten Probleme in unserem Prozess und suchten nach den Ursachen. Anschließend präsentierten beide Gruppen ihre Ergebnisse und gaben Vorschläge für etwaige Verbesserungspotenziale. Durch die Simulation wurde verdeutlicht, dass es im Admin Bereich  nicht sinnvoll ist Großteils digital zu kommunizieren, sondern zurück zu den Wurzeln zu gehen und ein für alle verständliches und ersichtliches Shopfloormanagement bzw. Officefloormanagement zu betreiben. Außerdem sollten die Probleme in kleinen Schritten behoben werden. Der falsche Ansatz wäre es die Probleme pauschal mit der Einführung eines neuen IT-Systems und demzufolge hohen Investitionen in den Griff zu bekommen.

Abschließend kann gesagt werden, dass die große Menge an Informationen durch das junge dynamische Team der MBtech Consulting GmbH sehr gut vermittelt wurde. Der Weg den jeweiligen Theorieblock kurz aber kompakt darzustellen und sich auf die Simulation zu konzentrieren kam bei allen Teilnehmern gut an, obwohl sich manch einer bestimmt mehr Spieldurchgänge bei den Simulationen gewünscht hätte. Dies war jedoch aus Zeitmangel kaum zu realisieren. Sowohl die Teilnehmer, als auch die Berater waren mit großem Engagement bei der Sache. Wir hoffen daher weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.